Video Transkript

Hast Du schonmal daran gedacht oder sogar versucht Klavier zu spielen? Aber die ganze Theorie und Notenlehre steht Dir dabei eher im Weg als dass sie Dir hilft? Was wäre, wenn ich Dir in diesem Video verraten würden, dass es auch einen direkten Weg gibt, um genau das zu spielen was Du in den Tiefen Deines Herzens wirklich spielen möchtest?

Mir ging es, als ich angefangen habe, ähnlich - und das hat mich sogar so frustriert, dass ich beinahe alles wieder hingeschmissen hätte. Eigentlich HABE ich sogar alles hingeschmissen. Dann habe ich allerdings Klavierspielen nochmal komplett von einer neuen Richtung aus gelernt.

Drei kleine Veränderungen haben für mich letztendlich den Unterschied gemacht. Welche das waren, verrate ich Dir in diesem Video.

Obwohl ich heute ein sehr glückliches und erfolgreiches Leben am Klavier führe - ich habe viele renommierte Preise gewonnen, war in jeder großen Radiostation zu Gast und habe fast 2.000 Auftritte gespielt -

Gerade meine ersten Jahre am Klavier waren geprägt von - unnötigen - Misserfolgen und Frustration. Und es gab einen Zeitpunkt da wollte ich alles hinschmeißen.

Als ich 12 Jahre alt war, war mein Leben geprägt von zwei Extremen: Einerseits war ich total verliebt in die Musik. Jeden Nachmittag saß ich vor dem Radio und habe mit dem Kassettenrekorder meine Lieblingssongs aufgenommen. Kennst Du das noch mit dem Kassettenrekorder? Oder gab es bei Dir schon Spotify und iTunes? Jedenfalls, am nächsten Morgen saß ich dann mit meinem Walkman in der Bahn auf dem Weg zur Schule und hab mir diese Lieder angehört - und geträumt:

Ich wollte all diese Lieder irgendwann selber auf dem Klavier spielen können. Und dazu singen.

Und eines Tages vielleicht selbst ein großer und erfolgreicher Musiker sein.

Andererseits hatte ich um diese Zeit schon 6 Jahre Klavierunterricht - und da lief es komplett in die falsche Richtung.

Davon, diese Songs auf dem Walkman einmal selbst spielen zu können, war ich meilenweit entfernt. Zwar wusste ich um diese Zeit alles über Tonleitern, Theorie und Technik. Aber Songs spielen? Das konnte ich so gut wie gar keine. Und wenn, dann nur nach Noten - und dann nur altes Zeugs, das keiner hören wollte. Nicht mal ich selbst.

Kannst Du Dir das vorstellen? Oder kennst Du dieses Gefühl sogar? Eigentlich hast Du total die Leidenschaft für das was Du tust - aber die Art und Weise wie sich das anfühlt ist einfach nur ...fremd und unecht? Und es macht überhaupt keinen Spaß?

Jedenfalls als ich 12 Jahre alt war, es war gerade Frühling, hatte ich schon fast 12 Monate nicht mehr Klavier gespielt. Meine Mutter musste sogar regelmäßig die Tasten abstauben - so wenig hatte ich gespielt.

Und eines Abends kam es dann wie es kommen musste:

Wir waren gerade am Abendessen. Mein Vater kam wieder spät von der Arbeit. Denn die teuren Hobbies seiner Kinder mussten ja irgendwie bezahlt werden.

Und dann fragte er mich: Gordon, Du hast jetzt seit fast einem Jahr kein Klavier mehr gespielt.

Wieso soll ich Dir noch weiterhin den Klavierunterricht bezahlen?

Und dann sagte er:

Schau mal: Das Schuljahr dauert jetzt noch 3 Monate. Wenn Du bist dahin nicht wieder ernsthaft Klavier spielst, dann müssen wir Dich vom Klavierunterricht abmelden - und das Klavier wieder verkaufen.

Das fühlte sich für mich an, wie wenn mein Luftschloss, in dem alle meine Träume wohnten, plötzlich lichterloh in Flammen stand. Und es in drei Monaten nur noch Asche sein würde.

Und da fasste ich den Entschluss, dass ich dieses Schloss wieder löschen werde. Egal was es mich kostet.

In der Nacht konnte ich kaum schlafen. Und ich habe mir viele Gedanken gemacht was ich tun könnte, um wieder mehr Lust aufs Klavierspielen zu bekommen. Und ich kam relativ schnell zu der Erkenntnis:

Wenn ich meine Begeisterung für das Klavier wieder zurückbekommen möchte, dann muss ich endlich das spielen, auf was ICH Lust habe. Die Songs, wegen denen ich damals überhaupt Klavier lernen wollte. Die Songs auf meinem Walkman.

Und genau das war auch rückblickend der entscheidende Punkt: Richtig gut werde ich nur, wenn ich das tue, das ich will.

Am nächsten Tag habe ich mich dann sofort ans Klavier gesetzt und wollte losspielen. Das Problem war nur: Die Songs, die ich spielen wollte, die von meinem Walkman, waren so neu, dass es davon noch gar keine Noten gab.

Es blieb mir also nur eine Möglichkeit:

Ich musste die Songs ohne Noten lernen.

Also nahm ich meinen Walkman und hörte den jeweiligen Song rauf und runter, so lange bis ich ihn in meinem Ohr hatte. Dann habe ich mich ans Klavier gesetzt und versucht ihn nachzuspielen. Zuerst nur die rechte Hand und nur den Refrain, einstimmig. Dann irgendwann mit der linken Hand. Dann die Strophe, und irgendwann mehrstimmig.

Natürlich klang das damals noch nicht so gut wie heute. Aber ich war unglaublich stolz auf MEINE Songs. Denn endlich konnte ich das spielen, das ICH spielen wollte. Und es dauerte auch nicht lange bis ich mein erstes kleines Repertoire zusammen hatte. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich freiwillig anderen etwas vorgespielt. Kannst Du Dir das vorstellen? Wenn Du einfach so stolz auf etwas bist, dass Du Dir sicher bist, die anderen müssen es auch toll finden?

Jetzt, wie ging es also weiter?

Ich spielte in den nächsten 3 Monaten jeden Tag. Oft muss es über eine Stunde gewesen sein. Denn die Zeit ist einfach so verflogen, ohne dass ich es gemerkt habe.

Und ich habe meinen Lehrer gewechselt. Das habe ich auch gelernt: Mein damaliger Lehrer war zwar ein guter Pianist - aber auf einem komplett anderen Gebiet. Mit diesem intuitiven Klavierspielen konnte er nichts anfangen. Er hatte Klassik studiert. Als ich mit 6 Jahren angefangen hatte, sagte man mir: Wenn Du Klassik spielen kannst, dann kannst Du später alles spielen... Aber für mich trifft das bis heute nicht zu: Ich hasse es, wenn ich Klassik spielen muss.

Ich hab da kein Talent dafür.

Aber obwohl ich selbst am eigenen Leib diese frustrierende Erfahrung gemacht habe, bin ich trotzdem heute ein erfolgreicher Klavierspieler geworden. Und deshalb möchte ich Dir Mut machen:

Wenn Du eine bestimmte Vorstellung davon hast, was Du am Klavier spielen möchtest, dann hast Du auch das Talent dazu. Aber es ist Deine Aufgabe, nein, Deine Verpflichtung Dir selbst gegenüber, Dir klar darüber zu werden: Das ist Das, was ich spielen will. Und das ist das, was ich brauche, um das spielen zu können.

Und dann liegt es in Deiner Verantwortung, Dir exakt die Wissensquellen zu suchen, die Dich an Dein persönliches Ziel bringen.

Ein Lehrer kann Dir nur das beibringen, was er auch selbst weiß.

Wenn Du Klassik spielen willst, dann such Dir einen Klassik-Lehrer. Wenn Du Tanzmusik spielen willst, dann geh zu einem Lehrer, der selber Tanzmusik macht. Und wenn Du frei und intuitiv Klavier spielen möchtest, Deine Gedanken und Ideen direkt ins Klavier fließen lassen willst und die Musik intuitiv begreifen möchtest, so wie Du damals Sprechen gelernt hast - dann suche Dir jemanden, der genau das kann und selbst so spielt.

Wichtig ist nur eins:

Tue das, was Du liebst.


Tue das, was Du liebst. Denn in Deinem Leben musst Du schon so viele Dinge tun, die Du nicht liebst.

Wieso sollst Du dann nicht wenigstens am Klavier - wenigstens am Klavier - Deine persönliche Freiheit finden und Deine innerste Seele freilassen können?


Tue das, was Du liebst.

Dann wird all das, was Du Dir vorgenommen hast, wird funktionieren.

Tue das, was Du liebst

Nur das.

Und nichts anderes.

Gordon November


Dozent für Intuitives Klavierspielen, Singen & Komponieren.

Gordon November

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